Eine Zusammenfassung von allem was war
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Eine Zusammenfassung von allem, was war
Eine Zusammenfassung von allem, was war

Verschoben: Premiere: Eine Zusammenfassung von allem, was war

Erzählungen von Rasha Abbas

Endlose Zeitschleifen, nicht enden wollende Busfahrten, Checkpoints und abgelegene Hotels, einsame WG-Zimmer, gelbgraue nahöstliche Ländlichkeit, zwielichtige Bars. In den kurzen Erzählungen der syrischen Journalistin und Autorin Rasha Abbas flackern Bilder von Orten ihrer alten und neuen Heimat auf. Es geht um die Unabgeschlossenheit von Krisenerfahrungen, um ein andauerndes Unbehagen und die trügerische Normalität eines Lebens im Krieg – aber auch um Traumlandschaften, Phantastereien, um alte und neue Erinnerungen. Das Ensemble und Regisseur Sebastian Nübling entwickeln mit Künstler*innen aus den Bereichen Medienkunst, Architektur und Elektronischer Musik eine ganz eigene »Zusammenfassung von allem, was war«.

Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können.

DENSELBEN TRAUM AN UNTERSCHIEDLICHEN ORTEN TRÄUMEN: Essay von Kenda Hmeidan

Aufführungsrechte: mikrotext


Uraufführung am 5/Februar 2022

 

Foto: Esra Rotthoff
Bühnenfotos: Ute Langkafel

Regie
Sebastian Nübling & Ensemble

Team

Animation Video

Dramaturgie

Künstlerische Mitarbeit & Übersetzung

Besetzung

Karim Daoud

Kenda Hmeidan

Kinan Hmeidan

Lujain Mustafa

Pressestimmen

»Eine verwirrende multiperspektivische und multilinguale Theatererfahrung, die lange nachwirkt und für Gesprächsstoff sorgt.«

Ute Büsing, rbb

»Die Vorstellungskraft der vier Spielenden ist stark und sie nimmt uns mühelos mit in diese verwirrenden Reisen.«

Katrin Bettina Müller, taz

»Es ist also ein anspruchsvolles Projekt, das sich Regisseur Sebastian Nübling und das vierköpfige Schauspielensemble Karim Dahoud, Kenda und Kinan Hmeidan sowie Lujain Mustafa im Maxim Gorki Theater vorgenommen haben. Umso einleuchtender gestaltet sich ihr Konzept: Sie verdichten den Prosaband zum 80-minütigen Bühnenabend und tun das einzig Mögliche: nämlich, offensiv mit der besagten Unmöglichkeit zu spielen, ihn auf einen klar umrissenen Punkt zu bringen.«

Christine Wahl, Tagesspiegel

»Eine Stärke der Inszenierung ist, sich selbst als perspektiviert zu verstehen. Explizit laden die Spieler:innen am Beginn dazu ein, das Gesehene assoziativ aufzuladen. "Imagine" hauchen sie in ihre Mikrophone, als sie, in der ersten Reihe sitzend, wie alle anderen die noch leere Bühne betrachten. Was sehen wir – und wenn ja, wie viele(s)?«

»Kenda Hmeidan, eine grandiose Komikerin, trippelt die Schwangere in einem weißen (Braut-)Kleid als zarten Zombie auf die Bühne. […] Über ihre Flüche lachen die des Arabischen mächtigen Zuschauer:innen.«
 

Elena Philipp, Nachtkritik