Marta Gornicka

Marta Górnicka

Marta Górnicka ist  Regisseurin, Autorin und Sängerin. Sie absolvierte ihr Regiestudium an der Aleksander Zelwerowicz Theatre Academy, der Frédéric Chopin School of Music in Warschau und der Universität Warschau. Mit der Unterstützung des Zbigniew Raszewski Theatre Institute in Warschau gründete sie den Chorus of Women. Die erste Produktion des Chores  Hier spricht der Chor  hatte 2010 Premiere in Warschau. Marta Górnickas Stücke Magnificat und Requiemaschine wurden bei mehreren Festspielen, unter anderem Foreign Affairs in Berlin (2014), Spring in den Niederlanden und dem Mess Festival in Sarajevo, aufgeführt. Magnificat gewann mehrere Preise, einschließlich des ersten Platzes bei Fast Forward, einem europäischen Festival für junge Regisseur*innen am Stadttheater in Braunschweig. Dort schrieb sie nachfolgend ihr erstes Stück auf Deutsch: M(other) Courage, das 2016 für den renommierten deutschen Theaterpreis Der Faust in der Rubrik Schauspiel-Regie nominiert wurde. 2017 fand die Premiere ihres Stückes Hymne an die Liebe (Hymn to Love) am Maxim Gorki Theater statt. Im Mai 2018 zeigte sie an den Münchner Kammerspielen Jedem das Seine. Ein Manifest. In ihrer letzteren Produktion standen der Neofaschismus und Backlashs gegen den weiblichen Körper thematisch im Mittelpunkt. Das Stück wurde mit dem Maxim Gorki Theater co-produziert. Am 3. Oktober 2018 präsentierte sie mit einem Chor aus 50 professionellen Schauspieler*innen und Amateur*innen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergründen ein aus dem Grundgesetz adaptiertes Libretto vor dem Brandenburger Tor. Im Mai 2019 wurde diese Performance vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe aufgeführt. Um ihre Forschung über die Möglichkeiten des Chors zu vertiefen, gründet Górnicka im Herbst 2019 das Political Voice Institute am Maxim Gorki Theater. Das Institut ist ein Workshop-Zentrum für die Erarbeitung der kollektiven Stimme, des kollektiven Körpers und der Sprache. Jedem das Seine. Ein Manifest wird im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalon des Gorki aufgeführt.

Foto: Esra Rotthoff