Winterreise: Gastspiel am Schauspielhaus Zürich

رحلة الشتاء

Januar, 2017. Das neu gegründete Exil Ensemble des Gorki – bestehend aus professionellen Neuberliner Schauspieler*innen aus Afghanistan, Syrien und Palästina – unternimmt eine zweiwöchige Bustour durch das winterliche Deutschland, mit einem Abstecher in die Schweiz. Welchen Blick werfen Ayham Majid Agha, Maryam Abu Khaled, Hussein Al Shatheli, Karim Daoud, Tahera Hashemi, Mazen Aljubbeh, Kenda Hmeidan und Yael Ronen auf dieses Exil-Land? Wie nehmen sie das Zusammensein mit den Eingeborenen, mit ihrem Mitspieler Niels Bormann, mit den Expert*innen, die versuchen, Deutschland zu erklären, mit dem Busfahrer wahr? Welche gegenseitigen Annäherungsversuche gibt es, wie werden die Beziehungsverhältnisse ausgelotet?

Uraufführung: 8. April 2017

Foto: Esra Rotthoff

Winterreise رحلة الشتاء ist eine Produktion des Maxim Gorki Theaters Berlin in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich, gefördert durch die deutsche Kulturstiftung des Bundes, der LOTTO-Stiftung Berlin, der Stiftung Mercator sowie durch den Lotteriefonds des Kantons Zürich.


Über das Exil Ensemble

 

Von
Yael Ronen & Exil Ensemble
Regie
Yael Ronen
Aktuelles Datum
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Gastspiel am Schauspielhaus Zürich


Gastspiel am Schauspielhaus Zürich

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Gastspiel am Schauspielhaus Zürich


Gastspiel am Schauspielhaus Zürich

Sa


Gastspiel am Schauspielhaus Zürich


Gastspiel am Schauspielhaus Zürich

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Gastspiel am Schauspielhaus Zürich


Gastspiel am Schauspielhaus Zürich

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19:30
Bühne


In Arabic, German and English with German and English surtitles


In Arabic, German and English with German and English surtitles

Besetzung

Maryam Abu Khaled

Mazen Aljubbeh

Hussein AL Shatheli

Niels Bormann

Karim Daoud

Kenda Hmeidan

Ayham Majid Agha

Pressestimmen

»[A] powerful confluence of art, politics and diaspora […].«

New York Times, Rachel Donadio

»[Winterreise] […] erzählt […] aus der ganz eigenen Perspektive von Menschen, die sich darum bemühen, die Außensicht zu verlieren, viel Wahres über Deutschland. Zum Glück ist es oft zum Lachen.«

Spiegel Online, Anke Dürr

»Dass der Abend […] lohnt, liegt zum einen an seiner Unaufgeregtheit, mit der er an Fluchtschicksale erinnert zu einem Zeitpunkt, an dem die Willkommenskultur von 2015 weit weg scheint. Zum anderen an seinen Schauspielern. Ihre Professionalität und spielerische Güte ist etwas, das Winterreise von vielen anderen Theaterprojekten mit Geflüchteten unterscheidet: Man sieht keine Authentizitätsshow, sondern Profis, die meist auf Englisch (es gibt Übertitel) eindrücklich zwischen Monolog, fiktionalisierter Selbstdarstellung und Rolle wechseln und dabei ein je ganz eigenes Profil entwickeln. Maryam Abu Khaled etwa erweist sich als großartige Komikerin, Karim Daoud als souveräner Körperartist, Ayham Majid Agha als Charakterschauspieler. Davon will man mehr sehen.«

Berliner Morgenpost, Georg Kasch

»Geistreich, mit kraftvoller Emotionalität und dem originellen Einsatz verschiedener Stilmittel, wie Schauspiel, Gesang, Tanz, Video, bildender Kunst wird ihr Leben in Deutschland beleuchtet. Das ist oft verblüffend witzig, aber auch sehr nachdenklich.«

 

»Besonders beeindruckend ist, wenn gezeigt wird, was hinter Schlagworten wie »Flucht« oder »Heimatverlust« steht: In Monologen werden Einzelschicksale deutlich. […] Sentimentalität kommt dabei nicht auf. Die Präsenz der Akteure und die ausgewogene Balance von Komik und Ernst sorgen dafür.«

dpa, Peter Claus

»Die engagierten Künstler stehen nicht als Flüchtlinge auf der Bühne, sondern als Schauspieler. […] Schauspieler mit sicheren Mitteln und herrlicher Präsenz.«

Berliner Zeitung, Ulrich Seidler

»Brillante Solonummern heben sich aus dem kollektiven Darstellungsstil heraus.«

Neues Deutschland, Volker Trauth

»Durch das poetische Zusammenspiel der projizierten Videos von unterwegs mit kraftvollen Graffitis und Comics mit dem durchgehenden Musikmix, bekommt die »Winterreise« einen ganz eigenen Drive.«

 

»[E]ine sehenswerte Begegnung mit spannenden Sympathieträgern.«

Inforadio rbb, Ute Büsing

»[…] [Ein] Abend mit der für Ronen typischen Pointenorientierung und Verspieltheit. Hier ist pathosfreie Zone. «

tip Berlin, Peter Laudenbach