CAN DÜNDARS THEATER KOLUMNE #4

CAN DÜNDAR’IN TİYATRO SÜTUNU

karikatur-serkan

Zeichnung: Serkan Altuniğne* »Respect to Katsushika Hokusai«

Glitzernde Postkarten in der Schachtel, stöhnende Blondinen, schreiende kleine Männer...

(Bitte scrollen Sie für die türkische Originalversion der Kolumne nach unten.)

Fast jede Familie in der Türkei hat eine deutsche Migrationsgeschichte zu erzählen. Entweder wurden Angehörige in die »Fremde« geschickt oder man kannte Nachbarn, die es versucht hatten. Oder irgendwer aus dem Kiez war nach »Alamanya« gegangen, um eines Tages mit einem Federhut auf dem Kopf und einer blonden »Braut« im Arm wieder zurückzukehren. Zumindest aber hat jeder Mensch im Land schon mal das Klagelied »Deutschland, bittere Heimat« von Ruhi Su oder von Selda gehört:

»Deutschland, bittere Heimat / Es lächelt niemandem zu /
Ratlos bin ich / Einige kehren nie zurück /
Du bist nach Deutschland gegangen / Du hast dort geheiratet /
Sieben Jahre sind vorbei / Zurück bist du nicht gekommen /
Du schickst ein bißchen Geld / Wem soll es aber nützen /
Deine Familie und deine fünf Kinder / Wollen dich nicht missen«


                                                          ***

Für mich war Deutschland jene Postkarten, die mein Onkel Aydın uns aus der Ferne schickte. Glitzernde Grußkarten mit fröhlich lächelnden, wohlgenährten deutschen Kindern drauf ... Damit der Glitzerstaub nicht abfiel, bewahrte ich diese Postkarten in einer besonderen Schachtel auf. Ich habe sie heute immer noch ... Ebenso die Postkarten. Unvergesslich für mich ist auch der Kugelschreiber, den mir mein Onkel bei seiner Rückkehr mitbrachte. Ein mit einer Flüssigkeit gefüllter Stift, in dessen Rumpf eine Mini-Fähre schwamm ... Wenn ich zum Schreiben ansetzte, tauchte die Fähre nach unten und wenn ich den Stift vom Blatt nahm, kehrte die Fähre in den Hafen zurück. Diese Fähre, die an meinem Schreibtisch tagtäglich hin und her schwamm, war das Schiff, das mich in die unbekannte weite Welt mitnahm. Es war mein Traumschiff ...

Was war also Deutschland für mich?

Es war eine Fähre, die in einem Kugelschreiber schwamm; es war das wohlgenährte Kind, das mir von der Postkarte zulächelte und es war blonde Frauen, die glückliche Familien ruinierten.

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In unserer Pubertät fingen diese Blondinen an im Bett wie verrückt zu stöhnen. Als der Film »Deutschland, bittere Heimat« gedreht wurde, war das türkische Kino am Boden und hatte sich längst der Pornoindustrie ergeben. Die Kinosäle schlossen einer nach dem anderen; wer sich noch behaupten konnte, zeigte nur noch Pornofilme, drei Vorstellungen hintereinander für den Preis von einer. Natürlich waren diese Filme verboten, doch die Behörden drückten ein Auge zu. Sollte doch die Jugend auf die Leinwand starren und sich dabei selbst streicheln, anstatt sich politischen Protesten auf der Straße anzuschließen.

In den 1980er Jahren kam VHS und die blonden Frauen von der Kinoleinwand flimmerten nun über die Fernsehbildschirme in den Wohnzimmern. Die türkischen Pornodarstellerinnen waren nicht mutig genug, weswegen Pornos aus Deutschland importiert wurden. Dank der massenhaften Vervielfältigung hielten die Videokassetten auch Einzug in Haushalte von Heranwachsenden, um schließlich auch deren feuchte Träume zu erobern. Deswegen war das erste deutsche Wort, das meine Generation damals lernte: »Ahh vundebaaa...« – Das deutsche Gestöhne »Oh, wunderbar!«
 
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Dank Gerd Müller und Franz Beckenbauer hatten wir aber auch deutsche Männer gefunden, die uns faszinierten.
Thomas Mann, Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche, Jürgen Habermas, Günter Grass, Hermann Hesse und Theodor Adorno entdeckten wir erst später.
Vor allem Karl Marx und Friedrich Engels ...
Die Werke der beiden letzteren gehörten während unseres Studiums zur Lektüre mit oberster Priorität. »Das Kapital« mit seiner schlechten Übersetzung und schlechtem Druck war keine leichte Kost, dennoch verschlangen wir es mit großem Appetit.

Erst als wir »Die Blechtrommel« auf der Leinwand sahen, nahmen wir auch andere Arten von Schreien wahr. Es waren jene Jahre, in denen wir versuchten, die unbewussten Massen wachzurütteln. Die Straßen der Türkei waren längst überfüllt mit Möchtegern-Nazis, die in speziellen Kampflagern ausgebildet wurden. Sie glaubten, dass die Türken eine überlegene Rasse seien und hatten geschworen, die Kommunisten zu vernichten. Sie sangen ihre martialischen Märsche, sie ließen sich eine bestimmte Form von Schnurrbart wachsen, sie hatten bestimmte Begrüßungsrituale und sie hatten ihren »Başbuğ«, ihren »Führer«. Ihr Vormarsch war nicht zu überhören, auch nicht die Schüsse, die diesem folgten. Immer mehr unserer Freunde fielen diesen Schüssen zum Opfer.

»Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« war im Gange und wir versuchten in der Uni-Mensa mit Brechts Gedichten Widerstand zu leisten. Aus Wilhelm Reichs »Rede an den kleinen Mann« lasen wir uns gegenseitig kurze Passagen vor. 

Wir waren von »kleinen Männern« umzingelt. Weder prangerten sie ihre Unterdrückung noch sprachen sie die Katastrophe an, die unaufhaltsam auf sie zukam. Im Gegenteil: Sie beugten sich der Willkürherrschaft, feierten sie frenetisch, sangen Lobeshymnen auf sie und träumten davon, eines Tages selbst Teil der Tyrannei zu sein. Wer Widerstand leistete, war »Verräter«, den zu steinigen die kleinen Männer längst bereit waren.

Solche kleinen Männer waren es auch, die einst den Nazis zur Machtübernahme verhalfen. In der Türkei legten sie die Steine auf dem Weg zum Militärputsch 1980, nach dem die Lektüre von Werken von Marx und Engels verboten wurde. Wer sie trotzdem las, wurde inhaftiert, gefoltert und hingerichtet. Nach dem Putsch 1980 wurde die linke Ader der Türkei gekappt. Um den Kommunismus zu verhindern, bekam das religiöse Erziehungssystem immer mehr an Gewicht, wurde der Weg für den politischen Islam freigeschaufelt.
Erdoğan ist die Frucht jener Samen, die damals gesät wurden.

                                                           ***

Als er letzten Monat die Deutschen als »Nazis« bezeichnete, bekam er stürmischen Beifall von Massen ... Sie sangen übertriebene Lobeshymnen auf ihn. Vielleicht träumten sie klammheimlich davon, eines Tages so zu sein wie er. 
Wir gehörten zu denjenigen, die sagten, dass man sich seinem Unterdrücker nicht beugen darf, ihm Widerstand leisten muss. Doch in den Augen dieser Massen waren wir »Feinde«, ja »Verräter«. Wir schrieben gefährliche Sachen, weswegen wir ausgeschlossen, gesteinigt, erschossen werden sollten.

Unser Kugelschreiber, der Aufrufe zum Aufstand formulierte, nahm uns schließlich mit auf die Fähre, die in ihm steckte, und brachte uns in das Land von wohlgenährten Kindern, die uns von glitzernden Karten zulächelten.
Nun ist es für uns an der Zeit, unser Land, in dem wir geboren wurden, von kleinen Männern zu befreien und unsere Fähre heil in den Heimathafen zu steuern.


Kutudaki yaldızlı kartlar, İnleyen sarışın kadınlar, haykıran küçük adamlar…


Türkiye’de hemen her evde bir Alman göç hikâyesi vardır. Ya ailenizden birileri »gurbete« gitmiştir, ya komşunuz gitmeyi denemiştir. Veya mahalleden birileri, »Alamanya«ya gidip günün birinde başında tüylü şapka, yanında sarışın »yenge« ile çıkagelmiştir. İlla ki herkes Ruhi Su’dan veya Selda’dan »Almanya acı vatan« ağıtını dinlemiştir:
Almanya acı vatan/ adama hiç gülmeyi/ 
nedendir bilemedim/ bazıları gelmeyi…
Almanya’ya gitmişsin/ orada evlenmişsin/
Tam 7 sene oldu/ evine gelmemişsin.
Az çok para yollarsın/ bu para neye yarar/
Beş çocukla ailen/ hepisi seni arar.«


                                                           ***

    Benim için Almanya, Aydın amcamın çok uzaklardan yolladığı kartlardı. Üzerinde gürbüz Alman çocuklarının neşeyle gülümsediği yaldızlı kartlar… Kartın üzerinde parıldayan yaldızlar dökülmesin diye özel bir kutuda saklamıştım. Kutu hala bende… Kartlar da içinde… Bir de amcamın dönüşünde getirdiği tükenmez kalemi unutamam. Kalemin gövdesinde bir sıvı vardı; sıvının içinde de bir minik feribot… Kalem indiğinde feribot aşağı doğru hareketlenir, kalem kalktığında feribot da limana dönerdi. Her gün, masamın başında defalarca inip kalkan o feribot, bilmediğim uzak diyarlara yolculuğumun gemisiydi. Hayal vapurum…
    Almanya mı?
    Bir kalemin içinde yüzen feribot, yaldızlı karttan gülümseyen gürbüz çocuk, mutlu aileleri dağıtan sarışın kadındı Almanya…

                                                          ***

    Ergenlik çağımıza geldiğimizde o sarışın kadınlar, yatakta çığlık çığlığa bağırmaya başlamıştı. »Almanya Acı Vatan« türküsü filme çekildiğinde Türk sineması çökmüş, piyasa pornoya teslim olmuştu. Sinema salonları birer ikişer kapanıyor, açık kalabilenler »üç film birden« porno oynatıyordu. Yasaktı aslında; ama yetkililer gözyumuyordu: Gençler sokağa çıkıp protesto gösterilerine katılacağına, bir sinema salonunda gözlerini perdeye dikip kendilerini okşasa daha iyiydi. 
80’lerde video geldi ve perdedeki sarışın kadınlar, ekranlara taşındı. Henüz Türk kadın pornocular yeterince cesur değildi; o yüzden Almanya’dan porno filmler ithal edildi, hızla çoğaltılıp önce ergen evlerine, sonra ergen düşlerine girdi. O yüzden bizim kuşak gençlerin ilk öğrendiği Almanca kelime, »Ahh vundebaaa..« (wundebar) şeklinde bir inleme olmuştur.

                                                           ***

    Neyse ki Gerd Müller, Franz Beckenbauer gibiler sayesinde hayran olunacak Alman erkekleri de bulmuştuk.
    Thomass Mann’ı, Friedrich Hegel’i, Friedrich Nietzsche’yi, Jürgen Habermas’ı, Günter Grass’ı, Hermann Hesse’yi, Theodor Adorno’yu keşfimiz daha sonradır.
En çok da Karl Marx ve Friedrich Engels’i…
Son ikisi, üniversite yıllarımızda, okunacaklar listemizin başındaydı. »Kapital«, kötü çevirisi, kötü baskısı ile hazmı zor lokmaydı; ama iştahla yutuyorduk.
    Nihayet »Teneke Trampet«i izlediğimizde perdede farklı çığlıklar duymaya başladık. Duyarsız kitleleri uyandırmak için sloganlarla haykırdığımız yıllardı. Türkiye sokakları, Nazi özentileriyle dolup taşmıştı. Kamplarda yetiştiriliyorlardı, Türklerin üstün ırk olduğuna inanıyorlardı. Komünistleri yok etmeye yeminlilerdi, Özel marşları, bıyıkları, selamlaşmaları, »başbuğ«ları vardı. Ayak sesleri zamanla silah seslerine dönüştü. Arkadaşlarımızı kaybetmeye başladık. 
»Artro Ui’nin Önlenebilir Tırmanışı«na karşı üniversite kantininde Brecht’in şiirleriyle direniyor, birbirimize Wilhelm Reich’ın »Dinle Küçük Adam«ından pasajlar okuyorduk. 
    »Küçük adam«lar, çevremizi sarmıştı. Yaşadıkları zulme, yaklaşan faciaya ses çıkarmıyorlardı. Söylemiyor, söyleniyorlardı. Kendilerini ezen zalime boyun eğiyor, hatta çılgınca alkışlıyor, övgüler düzüyorlardı. Bir gün onun gibi olma düşü kuruyorlardı. »Teslim olma, başkaldır« diyenleri düşman belliyor, »Hain« diye taşlıyorlardı.
    Nazilere iktidar yolunu onlar açmışlardı.
    Türkiye’de 1980’deki askeri darbenin yolunu da onlar açtı. 
Marks-Engels artık yasak yayındı. Onları okuyanları hapsettiler, işkencelerden geçirdiler, darağacına gönderdiler. Türkiye’nin sol damarı büyük darbe yedi. Ve komünizmi önlemesi için, dini eğitime ağırlık verildi, siyasal İslami hareketin önü açıldı.
    Erdoğan, o zaman ekilen tohumların bir ürünüdür.

                                                           ***

    Geçen ay, Almanları »Naziler« diye tanımlayınca, dinleyen kitleler çılgınca alkışladı onu… Abartılı övgüler düzdüler. Belki içlerinden, bir gün onun gibi olma düşleri gördüler.
    Biz, »Seni ezene teslim olma, diren« diyenlerdendik. »Düşman«dık onların gözünde; »hain«dik. Tehlikeli şeyler yazıyorduk; dışlanmalı, taşlanmalı, kurşunlanmalıydık.
    İsyan çağrıları yazan tükenmez kalemimiz sonunda bizi, içindeki tutsak feribota bindirdi; yaldızlı kartlardan gülümseyen gürbüz çocukların ülkesine getirdi.
    Şimdi doğduğumuz toprakları »küçük adam«lardan kurtarma ve feribotumuzu salimen limana çıkarma sırası bizdeydi.
 

*Zeichnung: Serkan Altuniğne ist einer der bekanntesten Karikaturisten und Drehbuchautoren in der Türkei und zeichnet seit 2002 Karikaturen für das wöchentlich erscheinende Istanbuler Satiremagazin "Penguen".
Serkan Altuniğne Türkiye'nin en önemli karikatürist ve senaristleri arasında gösterilmektedir. Karikatürleri 2002 yılından beri haftalık mizah dergisi "
Penguen" de yayınlanmaktadır.