Can Dündars Theater Kolumne #1

Can Dündar’ın Tiyatro Sütunu

Heute startet unser Festival UNITING BACKGROUNDS - THEATER ZUR DEMOKRATIE! Und das ist auch die Premiere für einen weiteren Kolumnisten an unserem Haus: Wir begrüßen Can Dündar als Neu-Berliner! Der investigative Journalist war bis vor kurzem Chefredakteur der regierungskritischen Tageszeitung Cumhuriyet und wurde für seinen Mut und seinen Kampf um die Pressefreiheit vielfach ausgezeichnet, jüngst mit dem alternativen Nobelpreis. Für das Gorki schreibt er von nun an in einer monatlichen Kolumne über sein Leben in Berlin.

(Bitte scrollen Sie für die türkische Originalversion der Kolumne nach unten.)

Die Deutsche Uhr


Seit Tagen liegt ein Papierstück auf meinem Schreibtisch. Immer wenn ich es ansehe, muss ich lachen.

Darauf steht eine Uhrzeit: „13.18“.

Vier Ziffern, die mich mit Deutschland bekannt gemacht haben.

Das für meine Aufenthaltsgenehmigung zuständige Bürgeramt hatte mir zwei Wochen im Voraus einen Termin zu dieser Uhrzeit gegeben.

Nicht 13.00 Uhr, auch nicht 13.15 Uhr oder 13.30 Uhr...

Sondern genau um 13.18 Uhr...

Das ist die Deutsche Uhr...

Diese vier Ziffern auf dem Schreiben erinnern mich an durcheilende Sandkörner einer ungeduldigen Sanduhr.

Sie symbolisieren, wie kostbar Zeit in diesem Land ist.

Die Botschaft der Deutschen Uhr ist eindeutig: „Ich bin keine gewöhnliche Uhrzeit, die mit 0 oder 5 endet!“. Diese vier Ziffern pressen die Zeit regelrecht aus. Sie teilen sie in kleinere Abschnitte und öffnen dadurch neue Räume in unserem Alltag. Sie quetschen uns in immer kürzere, engere, kleinere Zeiteinheiten...

Man könnte durchaus in Kauf nehmen zu einem Termin um 13.00 Uhr mit fünf Minuten Verspätung zu erscheinen. Kann man aber mit einem auf 13.18 Uhr angesetzten Termin genauso umgehen?

13.18 Uhr gleicht einer hochempfindlichen Waage und verdient es, dass man den Termin mit bedingungsloser Ergebenheit wahrnimmt.

***

Ab dem ersten Tag, an dem ich diese vier Ziffernsah, plagte mich die Sorge, dass ich womöglich nicht pünktlich bin. Also erschien ich sicherheitshalber eine halbe Stunde früher zum Termin.

Diese vier Ziffern, die mir befahlen zu begreifen wie kostbar Zeit ist, führten zu einer vermeidbaren Hetze, die mich eine halbe Stunde meines Lebens kostete.

Überpünktlich im Bürgeramt angekommen, fragte ich mich nun voller Neugier, ob die Deutschen genauso termintreu sind. Dabei hatte ich auch genug Zeit, um darüber nachzudenken, wie unterschiedlich das Zeitverständnis von Deutschen und Türken ist.

Für die Türken wurde Zeit erst nach ihren ersten Schritten in die Moderne kostbar. „Die guten alten Zeiten“ waren eine Epoche voller entspannter Tage, die lediglich durch die Gebetsrufe des Muezzins aufgeteilt wurden. Man hatte alle Zeit der Welt, die Abstände zwischen den Gebeten waren groß.

Das Leben hatte keine Eile; die Tage flossen gemächlich vor sich hin. Der Tag begann mit Sonnenaufgang und endete mit Sonnenuntergang. Der Abend gehörte ausschließlich dem Schlaf.

Auf die Frage, wie lange es zu diesem oder jenem Ort dauere, antwortete man: „Eine Zigarettenlänge!“

Fragte man danach, wann eine Hochzeit stattfinde, hieß es: „Nach der Erntezeit“.

Ob das Brautkleid auch bis dahin fertig genäht sei, entgegnete der Schneider mit den Worten: „Mal sehen, alles ist Kısmet“.

Man verabredete sich für „Nachmittag“ oder „Frühabends“.

Aber um wieviel Uhr?

Es gab keine Uhren. Wenn doch, gab es niemanden, der darauf schaute.

Abgesehen von manchen Honoratioren in den Dörfern vielleicht, die die glitzernden Ketten ihrer Taschenuhren in ihren Westen stolz vor sich hertrugen. Gleich einem Ritual holten sie die Uhr hin und wieder raus, klappten voller Demut den Deckel auf und betrachteten in Seelenruhe die Stunden- und Minutenzeiger, die ohne jeden Übereifer vor sich hin tickten.

Noch spielte die präzise Zeitangabe, die diese privilegierten Uhrbesitzer unaufgefordert verkündeten, für niemanden eine Rolle.

***

In seinem Essay „Die muslimische Uhr“ versucht Ahmet Hâşim, einer der einflussreichsten türkischen Literaten des frühen 20. Jahrhunderts, nichts anderes als ein „Lob des Müßiggangs“...

Die „wirkungsvollste aller Invasionen“ ist für ihn die ausländische Uhr, die die Ausländer mit nach Istanbul brachten. „Bevor die ausländische Uhr kam, hatten wir einen 12-stündigen, kurzen, leichten und einfach zu lebenden Tag“ schreibt Hâşim und ärgert sich über die Folgen der neuen Zeit: „Die Ausländer haben unser Leben neu angeordnet, nach einem Regelwerk, dessen Konsequenzen so ungewiss sind, dass unsere Seele sie nicht einmal erahnen kann. Der neue ‚Maßstab’ gleicht einem Erdbeben, welches unser eigenes Verständnis von Zeit und ihren Grenzen vor unseren Augen unwiederbringlich zerstört. Die Nacht wandelt sich zum Tage; es entsteht ein völlig neuer, langer, trüber ‚Tag’ mit viel weniger Glück, mit viel mehr Mühsal.“

***

Wie in vielen Mittelmeerländern ist auch die heutige Türkei der Schauplatz eines mit Kraft protzenden Armdrückens. Zwischen Kräften, die das Leben wie früher ohne Hetze und mit Geduld genießen und jenen, die die Zeit ungeduldig beschleunigen.

Als ich mal vor Jahren die Hotline der türkischen Bahn anrief, um eine Fahrt zu buchen, wurde ich von einer Automatenstimme in die Warteschleife verwiesen. Während ich wartete, wurde ich mit einem sehr berühmten anatolischen Volkslied berieselt: „Die schwarze Lokomotive kommt zu spät, vielleicht kommt sie auch nie an!“ In welchem anderen Land kann sich eine Hotline so etwas leisten und ihren Kunden sagen, dass der Zug, für den sie gerade versuchen einen Sitzplatz zu reservieren, sich verspäten oder womöglich nie ankommen wird?

Die kleinen Tricks der alten Zeit, wie sie sich der neuen zu widersetzen versucht, erlebe ich tagtäglich. Dabei sehe ich manchmal mit Staunen, manchmal genervt, zumeist aber mit Sympathie, wie sich ein Widerstand formt.

Die Türkei ist ein Land, in dem fast auf jedem großen Platz ein Uhrturm steht. Dass man in so einem Land die Zeit so nutzlos vergeuden kann, erstaunt mich unendlich und doch kann ich es nachvollziehen.

Die traditionelle Gesellschaft, die den Plagen des Lebens stets ohne Hast und mit großer Geduld begegnete, hat Schwierigkeiten mit der ehrgeizigen Rastlosigkeit der neuen Zeit Schritt zu halten. Die immer schneller werdenden Takte der neuzeitlichen Uhr scheinen die bedächtige Vorgehensweise der alten Zeit gehörig unter Druck zu setzen...

In Berlin begegne ich immer wieder dem roten Ampelmännchen mit seinem großen Hut, das sich, begleitet vom akustischen Klopfsignal für Blinde, innerhalb von Sekunden in sein grünes Gegenteil verwandelt, als wäre es in Eile und wollte das grüne Männchen hetzen nach dem Motto: „Lauf schneller, ich hab keine Zeit!“

Dabei gab es früher mehr Zeit, selbst als das Menschenleben so kurz war...

Wann wurde die Zeit weniger?

Warum verbraucht sie sich mit immensem Tempo, wo sie sich doch eigentlich vermehren müsste, wenn man bedenkt mit welch hoher Beschlenigung sie sich repdoduziert?

Brachte etwa der Ehrgeiz nach einem längeren Leben die Gier mit sich, jeden noch zu lebenden Tag bis in die letzte Sekunde füllen zu müssen?

Bedeutet schneller zwangsläufig glücklicher?

***

Während ich über all das nachdachte, musste ich plötzlich feststellen, dass die Uhr im Bürgeramt 13.18 Uhr zeigte.

Mit den Formularen in der Hand schoss ich hoch.

Ich sah auf den Bildschirm mit den Wartenummern.

Nein, ich war noch nicht aufgerufen.

Die Deutsche Uhr hatte ihr Versprechen nicht eingelöst, sie hatte Verspätung.

Diese dauerte genau fünf Minuten.

Um 13.23 war ich dann dran...

Nun begann auch für mich die Uhr für ein neues Leben zu ticken.

Die gute alte Zeit „voller Glück und weniger Mühsal“ gehört der Vergangenheit an.

Hallo Berlin!

Can Dündars Theater Kolumne


 

Alman saati


Günlerdir masamın üzerindeki kâğıt parçasına bakıp gülüyorum.

Kâğıdın üzerinde “13.18” yazıyor.

13.18…

Beni Almanya’yla tanıştıran rakamlar…

İkamet belgesi almak için gideceğim belediye, 2 hafta öncesinden bu saate randevu verdi.

13.00 değil…

13.30 ya da 13.15 de değil…

13.18…

Alman saati bu…   

Kâğıdın üzerindeki dört rakam, sabırsız bir kum saatinden doludizgin dökülen kumları hatırlatıyor bana…

Zamanın bu coğrafyadaki kıymetini simgeliyor.

Alman saati bu…

“Ben, o sonu ille (0)’la ya da (5)le biten saat dilimlerinden değilim” mesajı veriyor. Sağıyor zamanı; daha küçük parçalara bölüp gün içinde yeni yerler açıyor. Giderek kısalan, daralan, ufalanan zaman dilimlerine sıkıştırıyor bizi…

13.00’e verilmiş bir randevuya 5 dakika gecikmeyi göze alabilirsiniz; 13.18’e aynı muameleyi yapabilir misiniz?

13.18, hassas tartan bir terazi gibi, randevuya tam bir sadakati hak ediyor.
 

***

Rakamı ilk gördüğüm günden itibaren, yetişmeme endişesi bastı beni; ne olur ne olmaz diye yarım saat erken gittim.

Zamanın kıymetini bilmemi emreden 4 rakam, yarattığı telaşla tersine yarım saatimi yedi.

“Acaba onlar da benim kadar randevuya sadık mı” diye meraklanırken Türklerle Almanların zaman anlayışlarının ne kadar farklı olduğunu düşündüm.

Türklerde zamanın kıymete binişi, modernleşmeden sonradır.

“Eski zaman”, müezzinin namaz çağrılarına göre ayarlanan, telaşsız bir devre aitti.      

Vakit bol, zaman aralıkları genişti.

Hayatın acelesi yoktu; günler ağır akardı.

“Gün doğumu”yle erken başlayan gün, “gün batımı”yla biterdi. Akşam, uykuya ait bir zaman dilimiydi.

“Ne kadar uzaklıkta” sorusunun cevabı, “Bir sigara içimi”ydi.

“Düğün ne zaman” diye sorana, “Hasat kalkınca” cevabı verilirdi.

Gelinlik ısmarladığınız terzi, “Düğüne yetişir mi” sorusunu, “Kısmet bakalım” diye yanıtlardı.

Randevular, “öğleden sonra”ya veya “akşamüstü”ne verilirdi.

Kaçta?

Cevap verecek saat yoktu ki daha?

Olsa da bakan yoktu.

Köyün bazı ileri gelenlerinin yelek cebinden, bir köstekli saatin parıltılı zinciri sarkardı. Bu ayrıcalıklı insanlar, bir ritüeli yerine getirir gibi ara sıra ellerini yelek ceplerine atar, bir cakayla köstekli saati çıkarır, kapağını özenle açar, içinde telaşsız dolanan akreple yelkovanın yerlerini kolaçan ederlerdi.

Ama söyledikleri saatin kaç olduğunun önemi yoktu ki daha
 

***

Ahmet Hâşim, “Müslüman Saati”ni anlattığı denemesinde bir “rehavet güzellemesi” yapar adeta…  

İstanbul’a ecnebilerle gelen “istilaların en tesirlisi”nin yabancı saati olduğunu söyler.

“’Ecnebi saati’ gelmeden önce, ziyada başlayıp ziyada biten, 12 saatlik, kısa, hafif, yaşanması kolay bir günümüz vardı” der.

Sonra da kızar, yeni gelenlerin yanlarında getirdikleri “zaman”a:

“Gelen yabancılar, hayatımızı, sonu meçhul bir düstura göre yeniden tanzim ettiler ve ruhlarımız için onu tanınmaz bir hale getirdiler. Yeni ‘ölçü’, bir zelzele gibi, zaman manzaralarını etrafımızda darmadağın ederek, eski ‘gün’ün bütün setlerini harap etti ve geceyi gündüze katarak saadeti az, meşakkati çok, uzun, bulanık renkte bir yeni ‘gün’ vücuda getirdi.”


***

Çoğu Akdeniz ülkesi gibi, Türkiye de hala hayatın rahvan aktığı o koşturmasız eski zamanlarla, sabırsız yeni saatlerin bilek güreşini yaşıyor.

Yıllar önce bir tren rezervasyonu için Demiryolları idaresini aramıştım. Otomatik sekreter beni beklemeye aldı. Bekletirken de bir türkü çaldı.

“Kara tren gecikir,

belki hiç gelmez” diyordu ünlü türkü…

Başka hangi ülkede demiryolları rezervasyon hattı, yer ayırtmaya çalıştığınız trenin gecikeceğini, hatta belki de hiç gelmeyeceğini bildiren bir türküyü dinletir ki müşterilerine..?

Eski zamanın, yeni saate böyle küçük oyunlarla ayak direyişini bazen hayret, bazen sinirle, ama genellikle sempatiyle izliyorum.

Hemen her büyük meydanında bir saat kulesi olan ülkemde, zamanın böyle özensiz, vurdumduymaz kullanılmasına hem şaşıyor, hem anlıyorum.

Geleneksel toplumun sabırla örülmüş acelesiz hayat gailesi, yeni gelen sabırsız zamanın hırslı mücadelesine ayak uydurmakta zorlanıyor.

Yeni hayatın hızlanan tiktakları, dünün aheste akan zamanının iki ayağını bir pabuca sokuyor adeta…

Berlin trafik ışıklarındaki kocaman şapkalı kırmızı adamın, yürüyen uzun kollu yeşile dönüvermesiyle başlayan baston sesi, eski bir zamandan gelenleri, “Hadi yürü; vaktin az” diye arkadan ittiriyor sanki…

Eskiden, insan ömrü daha kısayken, vakit daha çoktu hâlbuki…

Ne zaman azaldı böyle?..

Neden hızlandıkça artıp birikeceğine daha da hızla tükenir oldu?

Daha uzun yaşama hırsı, yaşanan her güne daha fazla şey sığdırma ihtirasını beraberinde mi getirdi?

Peki, daha hızlı demek, daha mutlu demek mi?


***

Bunları düşünürken belediyenin duvarındaki saat 13.18’i gösterdi.

Evraklarımla birlikte ayağa kalktım.

Duvarda asılı ekrana baktım.

Hayır; henüz sıram gelmemişti.

“Alman saati”, sözünü tutmamış, gecikmişti.

Gecikme tam 5 dakika sürdü.

13.23’te girdim içeri…

Benim için de yeni bir hayatın kronometresi işlemeye başladı.

“Saadeti çok, meşakkati az” eski zaman, geride kalmıştı.  

Merhaba Berlin!

Can Dündars Theater Kolumne


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CAN DÜNDARS THEATER KOLUMNE #2