Salome

Im Palästina kurz vor der Erfindung des Christentums herrscht Herodes Antipas als Statthalter der römischen Besatzungsmacht. Sein Einfluss schwindet, ihm droht das Schicksal einer politischen Lame Duck – Druck aus Rom, Druck von der Straße oder besser gesagt aus der Wüste, wo sich um den radikalen Täufer Johannes eine immer größer werdende Schar von Fanatikern sammelt. Herodes feiert ein Fest, um sich Luft zu verschaffen. Aber sein Begehren nach Salome gibt ihm, seinem Hof und vor allem Salome keine Ruhe. Diese hält sich lieber vor der Festung auf. Die Wüste verspricht die Verheißung der Leere und der Übersichtlichkeit, der Klarheit und der Reinheit. Diese Gedanken ergreifen Salome und später den ganzen Hof wie eine Infektion. Doch statt Ordnung bringt der Fundamentalismus den Untergang. Thomaspeter Goergen bricht aus der Vorlage Oscar Wildes einzelne Motive heraus und treibt so das berühmte fin-de-siecle Stück ins Dilemma der Jetztzeit – Perversion und Fundamentalismus als das zerstörerische Gemisch aus diffuser Angst und realer Macht. Ersan Mondtag inszeniert diese Zuspitzung bildgewaltig und lustvoll düster: »Die Besten von nichts überzeugt, die Schlechtesten leidenschaftlich besessen.« W. B. Yeats



Foto: Esra Rotthoff

Aufführungsrechte: schaefersphilippen™ Theater und Medien GbR

Aktuelles Datum
Fr.
19:30
Bühne


With English surtitles

Eventuelle Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Abendkasse


With English surtitles

So.
18:00
Bühne


Anschließend Publikumsgespräch

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Anschließend Publikumsgespräch

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Sa.
19:30
Bühne


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So.
18:00
Bühne


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Team

Bühne

Kostüme

Musikalische Leitung

Mitarbeit Musik

Lichtdesign

Dramaturgie

Besetzung

MEHMET ATEŞÇİ

Benny Claessens

Karim Daoud

Lea Draeger

Michael Gempart

Jonas Grundner-Culemann

Anna Mattes

Orit Nahmias

Aram Tafreshian