4. Berliner Herbstsalon

De-heimatize Belonging Konferenz

Heimat ist wieder angesagt. Während Mann im Zentrum Berlins ein Ministerium dafür gründet, zeigen die Erfolge von Trump, Bolsonaro, Putin und Xi Jinping oder Duterte eine klare globale Tendenz: in ökonomischen Schwierigkeiten scheint die Flucht in die nationale Enklave eine rettende Vision. Die Lücke nach dem Ende der großen Erzählungen des 20. Jahrhunderts wird wieder gefüllt durch die Mythen von nationaler Einheit, klassischen Geschlechterrollen und natürlichen Hierarchien.

Die Konferenz De-heimatize Belonging versteht sich als diskursive Intervention des 4. Berliner Herbstsalons und wird vom 25.–27. Oktober 2019 an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Maxim Gorki Theater stattfinden. Ausgehend von aktuellen Debatten um Heimat und Identität eröffnen Vertreter*innen des BIM, der Humboldt Universität und des Centre for Intersectional Justice und ihre Gäste eine intersektionale Perspektive auf die Verbindungen von Kolonialismus, Rassismus, Sexismus, Kapitalismus und Heimat. Über die Gender Studies, digitale Technologien und Aktivismus hinweg spüren sie dem von der Politikwissenschaftlerin Bilgin Ayata vorgeschlagenen Konzept von »De-heimatize Belonging« nach. Zunächst wird Deheimatisierung aus historischen und zeitgenössischen Perspektiven beleuchtet (Prof. Dr. Bilgin Ayata), im Panel »Algorithmen der Zugehörigkeit« (Prof. Dr. Naika Foroutan) wird diskutiert, inwieweit digitale Technologien zur Entstehung neuer Formen von Identität und Zugehörigkeit beitragen und lokale Verortung transformieren. Anschließend prüfen Prof. Dr. Julia Roth und PD Dr. Gabriele Dietze mit ihren Gästen wie Rechtspopulismus, Geschlecht und neue Heimatadressen miteinander zusammenhängen, sodass letztlich Dr. Emilia Roig die Frage stellt: »What does it mean in action?« In Form von Lecture Performances geben Prof. Dr. Gina Athena Ulysse und Michelle Higgins einen Ausblick über »Deheimatization« und eine planetarische Vernetzung.

Mit Bilgin Ayata, Manuela Bojadžijev, Ethel Brooks, Gabriele Dietze, Fatima El-Tayeb, Naika Foroutan, Olubukola Gbadegesin, Damian Ghamlouche, Agnieszka Graff, Seda Gürses, Esra Karakaya, Donna Miranda, Winifred Poster, Emilia Roig, Julia Roth, Birgit Sauer, Nishant Shah, Robbie Shilliam uvm.

 

Detailliertes Programm

 

Die De-heimatize Belonging Konferenz ist ein Projekt des Maxim Gorki Theaters mit der Humboldt Universität zu Berlin / Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung im Rahmen des 4. Berliner Herbstsalons in Kooperation mit dem Centre for Intersectional Justice gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Initiiert von Shermin Langhoff, hosted by Bilgin Ayata Universität Basel, Naika Foroutan, Damian Ghamlouche und Manuela Bojadžijev Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung/ Humboldt-Universität zu Berlin, Julia Roth Universität Bielefeld, Gabriele Dietze Humboldt-Universität zu Berlin, Emilia Roig Center for Intersectional Justice, Rebecca Ajnwojner Maxim Gorki Theater

 

Aktuelles Datum
So.
11:00
Bühne


4. BERLINER HERBSTSALON

Akademie

Auf Englisch mit deutscher Übersetzung

Anmeldung unter ticket@gorki.de

Eintritt frei Eintritt frei


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Fr.
19:00
Container


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Eintritt frei Eintritt frei


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Sa.
10:00
Humboldt-Universität


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Ausgebucht


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