Gorki Premiere

Alles Schwindel

Das Revuetheater ist wieder da! Fast schien es, als hätten die Nazis gesiegt. Das Revuetheater, jene queere Mischung aus Operette, modernem Boulevard, politischem Kabarett, Jazz und neuer Musik war das Genre, das wie kein anderes das Bild der „Goldenen Zwanziger“ in Berlin prägte. Doch diese hohe frühpostmoderne Unterhaltungskunst fiel den Nazis und ihrem antisemitisch-homophobem Hass zum Opfer. Die Künstler*innen mussten emigrieren, ihre Werke verschwanden und mit ihnen auch das Genre.

Am Gorki wird nun eines dieser Werke 85 Jahre nach der Uraufführung 1932 wieder belebt: „Alles Schwindel“ ist eine echte Wiederentdeckung. Was wie eine klassische Boy-meets-Girl-Story beginnt, wird zu einem aberwitzigen Parcours durch die Scheinwelten der späten Zwanziger Jahre und damit einer Zeit, in der „Tempo“ das entscheidende Wort war und „Schritt halten“ den Rhythmus vorgab. Die Musik des später nach Hollywood emigrierten Mischa Spoliansky kann neben Größen wie Kurt Weill bestehen.

Christian Weise hat als Regisseur einen riesen Spaß an solchen Stoffen, von Spoliansky inszenierte er bereits die Operette „Wie werde ich reich und glücklich“. Er wirft sich mit dem Gorki-Ensemble in den Strudel einer großen Berliner Zeit, die in ihrem Flimmern, aber auch in ihrer bedrohlichen Fragilität politisch und hedonistisch zarte Ähnlichkeiten zu der Stadt hat, wie sie heute zu erleben ist.

Ein rasanter Kostüm-, Musik und Tanzabend mit Songs, die im Ohr bleiben und einer verwirrend aktuellen Story.

Premiere: 17/Dezember 2017 

Musikalische Burleske von
Mischa Spoliansky
So
19:30
Bühne


PREMIERE

Anschließend Premierenparty!


PREMIERE

Anschließend Premierenparty!

Mo
19:30
Bühne



Fr
19:30
Bühne



Di
19:30
Bühne



Sa
19:30
Bühne



So
19:30
Bühne



Mo
18:00
Bühne