Komitas
Komitas_MG_3621-(R) Ute Langkafel MAIFOTO.jpg
Komitas_MG_4118-(R) Ute Langkafel MAIFOTO.jpg
Komitas_MG_4229-(R) Ute Langkafel MAIFOTO.jpg
Komitas_MG_4611-(R) Ute Langkafel MAIFOTO.jpg
Komitas_MG_4631-(R) Ute Langkafel MAIFOTO.jpg

Komitas

Dokufiktionales Musiktheater von Marc Sinan

Wie überlebt man einen Völkermord? Komitas Vardapet, Priester, Komponist, Musikethnologe und Sänger, galt als die »Stimme der Armenier«. Im April 1915 wurde er wie hunderte andere armenische Intellektuelle von den Jungtürken verhaftet und überlebte als einer von acht Männern die erste von vielen noch folgenden Deportationen. Doch wie überlebt man das Überleben? Komitas verbringt den Rest seines Lebens traumatisiert in psychiatrischen Anstalten Frankreichs.

Marc Sinan begleitet mit einer Performance und in seinen Kompositionen die Figur des Komitas durch ein schmerzvolles Erinnerungslabyrinth und die letzte Phase seines Lebens. Komitas singt, Komitas spricht sein Leben und ist gleichsam die Stimme des Sterbens eines ganzen Volkes. Die Greuel eines Völkermordes werden mit Komitas Schicksal, seiner Musik und der Schuld des eigenen Überlebens verwoben. Ein Albtraum zieht in Schönheit und Schreckendurch eine Figur, ein Jahrhundert und bis in die Gegenwart einer Region. Wo die Todesmärsche von 1915 enden sollten, in der syrischen Wüste bei Deir ez-Zor, werden heute abermals erbarmungslose Kriege gegen Menschen und ganze Völker geführt.

Komitas ist eine Produktion der Marc Sinan Company und des Maxim Gorki Theater Berlin im Auftrag des Festivals TONSPUREN im Rahmen von Es schneit im April – Eine Passion und ein Osterfest, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Marc Sinan Dokufiktionales Musiktheater

Team

Besetzung

Sesede Terziyan