Friedrich Schiller

Werke der antiken Dichter, der berühmten Philosophen und Dramatiker muss er heimlich lesen, da jedwede Beschäftigung mit schöngeistiger Kunst an der Militärschule verboten ist. Schiller schließt Freundschaften zu seinen Mitschülern, aber auch zu einigen Lehrern. Bereits seit seiner frühen Lebensjahre zeichnet sich ab, dass Friedrichs Gesundheit äußerst labil ist. Auch an der Militärschule in Stuttgart wird er häufig krank. Am Ende seines Studiums erhält er wider Erwarten, auch seitens seiner Eltern, keine wirtschaftlich solide Anstellung, sondern muss mit  Einschränkungen und dem bescheidenen Gehalt eines Regimentmedikus' auskommen. Diese trostlosen Aussichten, immer weitere Verbote, die seinen Freiraum beschneiden und der Drang endlich seiner wahren Berufung als Dramatiker zu folgen, gipfeln schließlich in seiner Flucht. Es folgen Aufenthalte in Mannheim, Leipzig, Gohlis und schließlich in Weimar. Er bringt seine Stücke für das Theater heraus und findet Verleger für den Druck seiner Werke. Dennoch kann er von den Einnahmen kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten. Oftmals in seinem Leben plagen ihn Geldsorgen und das Ringen um Anerkennung. Für beides findet er Gönner und Mäzene, die ihn so gut sie können, zu unterstützen versuchen. Auch sind es immer wieder Frauen, die ihn aus einer Notlage befreien, ihm ein Quartier zur Verfügung stellen, ihm Hilfe anbieten. Als Schiller 1789 eine - wenn auch unbesoldete - Professur in Jena antreten kann, scheinen die schlimmsten finanziellen Nöte dennoch endlich ein Ende zu finden und er kann darüber nachdenken, eine Familie zu gründen. Befreundet mit den beiden Lengefeld-Schwestern heiratet er schließlich am 22.02.1790 Charlotte von Lengefeld. Friedrich und Charlotte haben vier Kinder. Schiller reist 1793 für fast ein Jahr zurück in seine alte Heimat, nach Württemberg, kehrt dann aber nach Jena, wo er bis 1799 verweilt, zurück. Schließlich siedelt er endgültig nach Weimar über. Dank des dortigen Hofes ist die Stadt ein geistiges und kulturelles Zentrum in der renommierte Zeitgenossen wie Goethe, Wieland und Herder leben und arbeiten. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten verbindet Schiller und Goethe seit 1794 eine enge Freundschaft. Die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere entdecken, dass sie sich in mancher Hinsicht ideal ergänzen. Auch wenn sich Schillers Hoffnungen vom Weimarer Hof eine sichere Stellung zu erhalten, nicht bestätigen, so gelingt es ihm dennoch, seine Familie finanziell - auch für die Zukunft - abzusichern. 1802 wird Schiller aufgrund seiner Verdienste in den Adelsstand erhoben. Immer wieder muss sich Friedrich aufgrund seiner kränklichen Konstitution auf das Krankenlager zurückziehen. Eine akute Lungenentzündung führt schließlich am 09. Mai 1805 zu seinem frühen Tod. Bei der Autopsie stellen die Ärzte ein multiples Organversagen fest, dass es wie ein Wunder erscheinen lässt, dass Schiller überhaupt noch so lange leben konnte. Bis zuletzt ist der Dramatiker mit der Arbeit an seinen Stücken beschäftigt. Den Demetrius lässt er unvollendet zurück.