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dickicht der städte
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Dickicht

Chaos in der Riesenstadt Chicago: Der malaiische Holzhändler Shlink tritt in eine Leihbibliothek und will die Meinung des Angestellten George Garga über Bücher abkaufen. Es beginnt ein Kampf ohne Regeln, ohne Moral, ohne Motiv, bei dem die beiden Gegner alles aufs Spiel setzen was sie haben. Shlink nimmt Garga den Arbeitsplatz, zwingt seine Freundin und Schwester zur Prostitution und bringt ihn ins Gefängnis. Damit ruiniert er Gargas Familie nicht nur finanziell, sondern zerstört auch ihren Zusammenhalt. Garga zeigt Shlink wegen der Vergewaltigung seiner Schwester an und initiiert eine Lynchaktion. Es ist eine Schlacht auf Leben und Tod, ein Ringen im Dschungel, in dem man sich scheinbar nur im Kampf nah sein kann.

Premiere: 11. März 2017


Foto: Esra Rotthoff

Aktuelles Datum
Do
19:30
Bühne

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19:00 Einführung

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Sa
19:30
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19:00 Uhr: Einführung

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19:00 Uhr: Einführung

Team

Besetzung

Lea Draeger

Mateja Meded

Aleksandar Radenković

TANER ŞAHİNTÜRK

Dimitrij Schaad

Norbert Stöß

Thomas Wodianka

Till Wonka

Pressestimmen

»Dass diese konsequent durchgehaltene formale Setzung nicht leerläuft, sondern über die zweieinhalb Stunden der Aufführung eine ziemlich faszinierende Sogkraft entwickelt, verdankt sich dem herausragenden Ensemble.«


»Brechts Rätselstück über die Entstehung der Tragödie aus dem Geist des Boxkampfs wirkt hier so frisch und aggressiv, als wäre es jederzeit bereit, sämtliche andere Theaterformen mit einem schnellen linken Haken auf die Bretter zu werfen.«

Süddeutsche Zeitung, Peter Laudenbach

»[…] [DICKICHT] hat eine großartige Sprache, wild, heiß, anarcho-expressionistisch. Man hört den jungen Brecht, den größten Lyriker des 20. Jahrhunderts.«

Nachtkritik, Gabi Hift

»[…] [D]ie Schauspieler sprechen, schnaufen, schreien, husten, keuchen als ihre eigenen Synchronsprecher zu den Filmpassagen.«

 

»Die Trennung von Bild und Ton ist so virtuos wie verblüffend.«

 

»Was [Brecht] […] mit seinem Verfremdungseffekt erzielen wollte […] verdeutlicht Baumgarten mit aktuellen Mitteln. Das Ensemble folgt ihm dabei bravourös, bleibt bei aller Leidenschaft kühl und bei aller Verstandesklarheit euphorisch.«

 

»Baumgarten orientiert sich textlich erstaunlich genau an der Vorlage, deren Irrationalität er sich auch nicht aufzuheben bemüht.«

FAZ, Irene Bazinger

»Die eigentliche Verfremdung […] ist ein DICKICHT-Film mit den Gorki-Schauspielern […], der als groteskes, Fassbinder-mäßiges Melodram stumm im Hintergrund läuft und von der Bühne aus live synchronisiert wird. Hier wie dort sind die Gesten in Absurde vergrößert, die Grimassen lustvoll ausgestellt. Alles sehr episch eben. Das Ensemble beherrscht den Stil perfekt.«

 

»Thomas Wodianka als Shlink ist ein brillanter Mephisto, der unvermittelt aufzutauchen pflegt wie der zeitreisende ›Doctor Who‹ aus der britischen Kultserie, die hier anzitiert wird.«

 

»[…] Ensemblegast Norbert Stöß vom Berliner Ensemble ist großartig unter anderem als verarmter, verhärteter Vater John, Dimitrij Schaad trumpft auf als sabbernder, verkrüppelter ›Pavian‹ mit unerwarteten Reflexionsblitzen.«

 

»Auf der schauspielerischen Ebene ist dieses DICKICHT ein Vergnügen.«

Der Tagesspiegel, Patrick Wildermann

»[…] [DICKICHT] feiert den Expressionismus und misstraut der Sinnstiftung.«

 

»Die Filmszenen leben von der ausgestellten Nichtperfektion, vom Charakter als Versuchsanstalt für Figuren. Dann springt das Geschehen auf die Vorderbühne, die Szene geht weiter […].«

 

»[…] [D]as Haften an dem Augenblick ist eine historisch gewordene Strategie, deren Spur Baumgarten hier noch einmal folgt, mit gutem Gefühl für das Timing und unterstützt vom durchaus witzigen Spiel des Gorki-Ensembles.«

TAZ, Katrin Bettina Müller

»[…][Es] entsteht ein Kampf um des Kampfes willen. […] DICKICHT führt nicht nur in den ›Dschungel‹ der Großstadt, sondern auch in die Undurchdringlichkeit der Meinungen und Absichten.«

 

»Sie stottern […] auf der Bühne, stolpern über ihre eigenen Sätze, rutschen auf den Silben aus, schnappen nach Atem, verschlucken sich, spucken, schreien, stammeln. Vor allem aber flüchten sie in Filmszenen – und werden von diesen wieder ausgespien.«

Berliner Zeitung, Dirk Pilz